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Aktuelle Förderungen für Photovoltaik-Anlagen

Aktuelle Förderungen für Photovoltaik-Anlagen

In den vergangenen Jahren sind die Kosten für Photovoltaik-Anlagen zwar deutlich gesunken, dennoch ist der Einstieg in die Solarenergie keine kleine Investition. Durchschnittlich muss derzeit mit 1.300 Euro pro kWp gerechnet werden – bei einem Einfamilienhaus sind das rund 8.000 Euro. Allerdings gibt es verschiedene Wege, die eigene PV-Anlage finanzieren oder fördern zu lassen.

Günstige Darlehen von der KfW-Bank
Mit Photovoltaik-Anlagen lässt sich auf umweltfreundliche Weise Strom erzeugen. Entsprechend weit verbreitet sind die Anlagen – sowohl bei Privathaushalten als auch Unternehmen. Doch auch wenn die staatlich subventionierten Vergütungen für das Einspeisen von überschüssigen Solarstrom in das öffentliche Netz immer weiter fallen: Die Anschaffung einer PV-Anlage lohnt sich weiterhin. Nur sollte der heute erzeugte Strom am besten selbst genutzt werden – er ist oftmals günstiger als bei externen Anbietern. Und man ist langfristig unabhängiger von Strompreisschwankungen.

Zusätzlich geben der Bund, einige Bundesländer und Städte finanzielle Anreize. Sie bieten entweder zinsgünstige Darlehen oder einmalig gezahlte Zuschüsse. Hier ein Überblick: Die KfW-Bank hat das Programm „Erneuerbare Energien 270“ aufgelegt, mit denen sich bundesweit Solaranlagen mit niedrigen Zinsraten finanzieren lassen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die neue PV-Anlagen auf Dächern, an Fassaden oder auf Freiflächen errichten bzw. gebrauchte übernehmen und ggfs. modernisieren wollen. Der Kreditvertrag wird über die jeweilige Hausbank abgeschlossen. Möglich sind Laufzeiten von fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Auf der KfW-Website finden Sie detailliertere Informationen zu den Bedingungen und aktuellen Zinssätzen.

Zuschüsse für Batteriespeicher
Neben der KfW fördern zahlreiche Bundesländer den Kauf von Batterieanlagen zum Speichern des überschüssigen Solarstroms. Denn: Wenn Sie Ihren selbst erzeugten Strom mehrheitlich für den Eigenbedarf nutzen möchten, sollten Sie auch in einen Batteriespeicher investieren. Derartige Zuschüsse gibt es in Sachsen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In Thüringen wird sogar der Kauf einer PV-Anlage mit zu 25 Prozent der Investitionssumme bezuschusst. Voraussetzung: Es werden 70 Prozent des erzeugten Solarstroms selbst genutzt. Wer in München, Münster, Freiburg oder Köln wohnt, kann von kommunalen Programme profitieren.

Übrigens: Mit Sonnenenergie lässt sich ebenfalls heizen – und auch für diese solarthermischen Anlagen gibt es verschiedene Förderprogramme. Gern beraten wir Sie auch zu diesem Thema.

Bildnachweis: © pridannikov (AdobeStock)

BAFA-Förderung für umweltschonendes Heizen

BAFA-Förderung für umweltschonendes Heizen

Sie planen, demnächst Ihre Heizung zu modernisieren, um die eigenen vier Wände oder das Büro energieeffizienter zu beheizen? Dann lassen Sie sich nicht die BAFA-Förderung entgehen. In diesem Beitrag zeigen wir, was alles bezuschusst wird und wie Sie sich die finanzielle Unterstützung sichern.

Was wird gefördert
BAFA steht für das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Neben der Kontrolle des deutschen Außenhandels übernimmt es noch weitere Aufgaben. Beispielsweise die Förderung für energetische Modernisierungen. Das BAFA-Programm besteht aus Basisförderungen für bestimmte Heizungsarten und weiteren zusätzlichen Bonus-Förderungen. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Freiberufler können das Programm für ihre Umbauten in Anspruch nehmen.

Gefördert werden Solarthermie- und Biomasseanlagen sowie Wärmepumpen und Mini-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen – wobei zu den Biomasseanlagen insbesondere Holzpellet-Heizungen, Holzhackschnitzel oder Scheitholzvergaserkessel zählen.

Jedes Programm bietet einmalige Zuschüsse zu den anfallenden Kosten – das heißt, sie müssen nicht wie ein Darlehen zurückgezahlt werden. Dadurch lassen sich die teils hohen Kosten einer Heizungsmodernisierung mindern. Die Höhe der jeweiligen Zuschüsse variiert, da sie abhängig vom Umfang des Modernisierungsvorhabens sind – und davon, welche weiteren Bonusförderungen kombiniert werden.

Ein Beispiel: Solarthermie
Wir zeigen am Beispiel Solarthermie, was möglich ist: In der Basisförderung erhalten Sie 50 Euro pro angefangenen PV-Kollektor-Quadratmeter – die Mindestförderung beträgt dabei 500 Euro. Fällt Ihre Anlage größer aus, können bis zu weitere 40 Quadratmeter mit jeweils 50 Euro gefördert werden.

Investieren Sie dabei nicht nur in Sonnenkollektoren, sondern auch in neue energieeffiziente Öl- oder Gasbrennwertkessel mit hydraulischem Ausgleich, einen Pelletkessel oder eine Wärmepumpe, erhalten Sie zusätzlich einen Kombinationsbonus in Höhe von 500 Euro. Und erfüllen Sie nach der Modernisierung des KfW-Effizienzhaus 55, können Sie für Ihre Sonnenkollektoren bis zu 50 Prozent der Basisförderung erhalten. Wer also verschiedene Maßnahmen kombiniert, profitiert auch von mehr Zuschüssen.

Was ist zu tun?
Um sich die BAFA-Förderung zu sichern, informieren Sie sich unbedingt vor Ihrem Bauvorhaben über die jeweiligen Programme. Denn die Anträge müssen vor Beginn der Arbeiten im Online-Portal BAFA eingehen. Am besten lassen Sie sich auch vorab zu Ihren Möglichkeiten von einem Energieberater oder Heizungs-Fachbetrieb beraten. Sie erstellen Ihnen einen individuell passenden Plan mit konkreten Angeboten. Sobald Ihr Antrag bei der BAFA registriert ist, können die Arbeiten beginnen – währenddessen prüft das Bundesamt Ihren Antrag. Dies dauert circa zwei bis drei Monate. Nach Ende der Baumaßnahmen müssen Sie im Online-Portal alle geforderten Nachweise hochladen. Stimmt alles, werden Ihnen die Zuschüsse überwiesen.

Wenn Sie umfassender sanieren möchten und den Status des KfW-Effizienzhauses anstreben, ist die BAFA-Förderung auch mit den KfW-Programmen 151 und 430 kombinierbar. Egal für welches Förderprogramm Sie sich entscheiden: Sie sparen nicht nur bares Geld, Sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Bildnachweis: © kontrast-fotodesign (istockphoto)

Barrierefreies Bad für das Alter

Barrierefreies Bad für das Alter

Im Alter fallen viele alltägliche Bewegungen schwerer. Insbesondere die Körperpflege in der Dusche oder Badewanne kann ab 65+ zur echten Herausforderung werden. Mit einem barrierefreien Bad gestalten Sie Ihren Lebensabend sicherer und komfortabler. Die Umbaukosten müssen Sie nicht komplett allein tragen – wir stellen Förderungen und Zuschüsse vor.

Vorteile eines altersgerechten Bades
In altersgerechten Bädern sind viele potenzielle Gefahren beseitigt: zu enge Türrahmen etwa, oder hohe Türschwellen, Badewannen mit beschwerlichen Einstiegen und zu niedrige WCs. Stattdessen erleichtern bodengleiche Duschen mit viel Bewegungsfreiheit oder begehbare Duschwannen die regelmäßige Körperhygiene. Zusätzlich helfen an wichtigen Stellen Haltegriffe, rutschfeste Böden sorgen für Sicherheit. Und auch rund um das WC und Waschbecken ist ausreichend Platz, um sich selbst mit dem Rollator im Bad bewegen zu können.

Wenn Sie also in den eigenen vier Wänden alt werden möchten, sollten Sie frühzeitig an die Zukunft denken und Ihr Bad fit fürs Alter machen. Je nach Größe und Ausstattung des Bades variieren die Kosten dafür – mithilfe der Krankenkasse, KfW-Bank und Pflegeversicherung können Sie die etwas abfedern.

Kredite und Zuschüsse von der KfW
Die KfW-Bank bietet drei Möglichkeiten: einen zinsvergünstigten Kredit bis zu 50.000 Euro, zweckgebunden für altersgerechte Umbauten. Darüber hinaus bezuschusst sie mit dem Programm 455-B Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung und zum Umbau nach dem Standard „Altersgerechtes Haus“ in Höhe von 10 bzw. 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Zuschüsse werden für Projekte mit Kosten zwischen 2.000 und 50.000 Euro gewährt. So ergeben sich jeweils maximale Förderungen von 5.000 bzw. 6.250 Euro.

Gefördert werden Sie nicht nur, wenn Sie bereits ein Ein- oder Zweifamilienhaus besitzen und es altersgerecht modernisieren möchten, sondern auch, wenn Sie als Ersterwerber ein barrierefrei saniertes Haus oder eine derartige Wohnung kaufen und die Umbaukosten im Kaufvertrag ausgewiesen sind. Auch Mieter können das Programm nutzen – hier ist es jedoch empfehlenswert, eine individuelle Vereinbarung mit dem Vermieter abzuschließen. Seit 1. April 2019 gilt: Die Umbauarbeiten müssen von einem Fachunternehmen vorgenommen werden.

Unterstützung von Krankenkasse und Pflegeversicherung
Ganz ohne Eigenleistung bezuschussen die Pflegeversicherungen Hilfsmittel und bauliche Einzelmaßnahmen mit bis zu 4.000 Euro. Dazu gehören zum Beispiel der Einbau einer Dusche oder eines bisher nicht vorhandenen Bades im Erdgeschosses. Zudem können altersgerechte Sanitäreinrichtungen wie höhenverstellbare WCs und Waschtische gefördert werden. Die Entscheidung, ob und in welcher Höhe ein Zuschuss gezahlt wird, trifft die Pflegeversicherung jeweils individuell und abhängig vom Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person.

Krankenkassen unterstützen zwar nicht finanziell beim Umbau des Bades. Sie übernehmen jedoch Kosten für Hilfsmittel, die vom Arzt verschrieben werden. Darunter fallen Duschsitze oder Badewannenlifte. Wie bei der Pflegeversicherung wird über die Förderung jeweils im Einzelfall entschieden.

Doch egal, ob und welche Förderung Sie in Anspruch nehmen: Mit einem barrierefreien Bad erhalten Sie sich auch im Alter ein hohes Maß an Lebensqualität.

Bildnachweis: © Manuel-F-O (istockphoto)