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Gasgeruch frühzeitig erkennen

Gasgeruch frühzeitig erkennen

Auch wenn heutige Erdgasheizungen überaus sicher sind: Sollte doch einmal ein Leck auftreten und Gas entweichen, zählt jede Minute. Denn mit Sauerstoff vermischt, droht eine Explosion. Warum Sie das eigentlich geruchslose Erdgas trotzdem schnell riechen können und was in dem Fall zu tun ist, erklären wir in diesem Artikel.

Fauliger oder chemischer Geruch
Erdgas hat sich als saubere Art des Heizens bewährt. Über öffentliche Rohrnetze lässt es sich leicht verteilen – und auch der Anschluss zuhause benötigt nur wenig Fläche. Doch es genügen schon 5 bis 15 Prozent an Erdgas in der Umgebungsluft, um eine Explosion zu verursachen. Die gute Nachricht: Es kommt selten vor. Dennoch sollte schnell reagiert werden, falls es doch einmal oder regelmäßig passiert.

Eigentlich ist Erdgas nicht zu riechen, es gilt als geruchslos. Allerdings mischen alle Gasversorger dem Erdgas einen markanten Duftstoff bei. Er ist schon in geringsten Mengen riechbar. Bleibt beispielsweise der Gasherd länger als nötig an, ist dies in der Regel schnell in der Nase bemerkbar. Je nach Region unterscheiden sich die Duftstoffe – beim Einsatz von Schwefel ist ein fauliger Geruch bemerkbar, bei anderen chemischen Stoffen kann es nach Klebstoff riechen. Meist handelt es sich um stechende und beißende Gerüche, die schnell signalisieren: Hier stimmt etwas nicht.

Was tun bei Gasgeruch?
Wenn Sie Gasgeruch in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus wahrnehmen, sollten Sie schnell für Durchzug sorgen. Also: Fenster und Türen öffnen. Zudem sollten elektrische Geräte und Leuchten abgeschaltet werden – und ganz wichtig: kein Feuer und nichts, was Funken schlagen kann, also auch keine Stecker aus der Steckdose ziehen. Ist der Gashahn leicht erreichbar, sollte er noch abgedreht werden – meist ist er beim Gaszähler zu finden. Anschließend verlassen Sie das Haus und informieren den Notruf.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie auch einen Gasmelder im Haus installieren. Zwischen 30 und 60 Euro kosten die Geräte – wenig Geld im Vergleich zu den drohenden Schäden einer Gasexplosion. Übrigens: Ersticken kann man von Erdgas nicht. Im Gegensatz zu dem alten Stadtgas ist das heutige Erdgas ungiftig.

Bildnachweis: © Evgen_Prozhyrko (istockphoto)

Schimmel im Bad – was tun?

Schimmel im Bad – was tun?

Schimmel im Bad verursacht hässliche schwarze Flecken an Wanne, Dusche, Waschbecken oder Wänden. Er kann aber auch Ihrer Gesundheit schaden. Wir geben Ihnen Tipps zum richtigen Beseitigen und effektiven Vorbeugen von Schimmel.

Das Bad als perfekte Keimzelle
Selbst wenn es keine angenehme Vorstellung ist: Schimmelpilze sind ständiger Bestandteil unserer Luft. Und nicht immer stellen sie eine Gefahr für uns dar. Allerdings sollten Menschen mit schwächeren Immunsystemen eine erhöhte Schimmelkonzentration nicht unterschätzen. Ihnen drohen allergische Reaktionen oder Beschwerden beim Atmen bis hin zu schweren Infektionen.

Besonders das Bad bietet den Schimmelpilzen durch die oft hohe Luftfeuchtigkeit und die feuchten Oberflächen optimale, fast tropische Bedingungen. So verursacht einmal Duschen beispielsweise 2.600 Gramm Wasserdampf pro Stunde, ein Wannenbad 700 Gramm. Zum Vergleich: Beim ebenfalls feuchtigkeitsintensiven Kochen gelangen zwischen 600 und 1.500 Gramm Wasserdampf in die Luft.

Auch Reste von Seifen sowie Haare und Hautschuppen sind ein guter Nährboden für Schimmel.

Tipps zum Vorbeugen von Schimmel
Am besten beugen Sie der Schimmelbildung durch regelmäßiges Stoßlüften des Bades vor. Gerade nach dem Duschen und Baden sollten Sie die Fenster komplett öffnen – kippen allein genügt nicht, um die Feuchtigkeit herauszukommen. Sollte Ihr Bad kein Fenster haben, lassen Sie Badtür auf und öffnen Sie Türen und Fenster der angrenzenden Räume. Dann verteilt sich die Feuchtigkeit besser bzw. gelangt größtenteils nach draußen. Alternativ helfen auch elektrische Badlüfter, Entfeuchter oder Ventilatoren, um das Klima im Bad zu verbessern.

Darüber hinaus sollten Sie feuchte Stellen vor dem Verlassen des Bades mit Handtüchern abwischen und den Duschvorhang aufziehen oder die Tür zur Dusche öffnen. Denn gerade in Schienen von Duschabtrennungen keimen Schimmelpilze sehr gern.

Schimmel im Bad richtig entfernen
Hat sich bereits Schimmel gebildet, empfiehlt es sich, schnell zu handeln. Bei einem geringen Befall bis zu 40 cm2 können Sie auf Essigessenzen, Wasserstoffperoxid oder eine starke Alkohollösung zugreifen – erhältlich sind sie in Supermärkten und Drogerien. Nicht vergessen: Mundschutz und Gummihandschuhe – und beim Anwenden gut lüften. Haben Sie großflächig Schimmel an den Badwänden? Dann übermalen Sie keinesfalls die Stellen, sonst gedeiht der Pilz darunter noch weiter. Hier sollten Sie unbedingt Fachbetriebe engagieren, die sich um die richtige Beseitigung des Schimmels kümmern.

Auch bei Schimmelflecken an Silikonfugen sollten Profis ran: Denn der Schimmel durchdringt das Silikon und lässt sich nicht mit Drogeriemitteln entfernen – entsprechend sollte das Silikon umfassend erneuert werden. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Bildnachweis: © nadisja (istockphoto)

Heizung entlüften

Heizung entlüften

Wird der Heizkörper nicht mehr richtig warm oder bleibt sogar ganz kalt? Und gibt er regelmäßig Gluckergeräusche von sich? Dann ist es Zeit, die Heizung zu entlüften. Dies kann in wenigen Handgriffen und mit wenig Werkzeug selbst erledigt werden. Wir zeigen, wie es geht.

Bevor es losgeht, sollten drei Dinge vorhanden sein: Ein Entlüftungsschlüssel, der in jedem Bau- und Sanitärfachmarkt erhältlich ist; dazu ein saugfähiger Lappen und eine Schüssel. Die Entlüftung eines Heizkörpers dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Alles beisammen? Dann kommen hier die drei nötigen Schritte:

1. Schritt: Heizungs- bzw. Umwälzpumpe abstellen
Zuerst sollten die Heizungsanlage mit der Umwälzpumpe abgeschaltet und die Thermostate aller Heizkörper auf volle Leistung gestellt werden. Der Grund ist schnell erklärt: Eine aktive Pumpe zirkuliert die Luft umher, ist sie doch abgestellt, sammelt sich nach rund einer Stunde die Luft in den Heizkörpern. Dort kann sie dann leicht herausgelassen werden. Bei Mietern, die meist keinen Zugang zur Heizungsanlage haben, reicht es auch, den eigenen Heizkreislauf abzudrehen.

2. Schritt: Entlüften
Jeder Heizkörper hat ein Entlüftungsventil, meist ist dies gegenüber dem Thermostat. Mit dem Entlüftungsschlüssel sollte nun das Ventil eine viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn geöffnet werden – ganz langsam und vorsichtig, damit nicht unerwartet viel Wasser entweicht. Es kann dennoch jederzeit Wasser austreten, das sich mit der Schüssel auffangen bzw. mit dem Lappen aufwischen lässt. Ist das Ventil leicht geöffnet, dürfte das Zischen der austretenden Luft schnell zu hören sein. Sobald nur noch Wasser aus dem Ventil kommt, sollte es wieder im Uhrzeigersinn verschlossen werden. Achtung: Nicht zu stark zudrehen, um das Ventil nicht zu beschädigen. Bei einem mehrstöckigen Haus sollte von unten nach oben entlüftet werden.

3. Schritt: Druck der Heizungsanlage checken
Sind alle Heizkörper entlüftet, kann die Heizungsanlage wieder gestartet werden. Es sollte daraufhin sofort der Druck der Heizungsanlage geprüft werden. Falls er zu niedrig ist, müssen die Haus- und Wohnungsbesitzer Wasser nachfüllen, damit die Anlage einwandfrei und effizient arbeitet. Am Manometer lässt sich der Druck ablesen.

Generell gilt: Einmal im Jahr, vor Beginn der Heizperiode, sollten die Heizkörper entlüftet werden – dann muss auch niemand zu Hause frieren.

Bildnachweis: © Bandolinata (istockphoto)